Warum ich an einem Sonntag um 12:45 Uhr Southern Comfort trank.

 

Mein letzter Blogbeitrag sollte durchweg positiv sein. Das habe ich nur geschafft, weil ich zwei Dinge verschwiegen habe, die alles versaut hätten. Zum einen hat Ende September das Scheitern einer Beziehung mir komplett den Boden... usw. bla bla

Zum anderen wusste ich bereits zu dem Zeitpunkt, dass der Abschied eines weiteren Weggefährten bevorsteht. Der Abschied von meinem Hund. Es ist wohl Schicksal, dass ich eine Freundin habe, die eine Freundin hat, die genau so einen Hund haben wollten. Und ich muss mir sagen, dass mein geliebter Schröder es dort viel besser haben wird. Heute wurde er abgeholt. Jetzt sagt mir mal, was eine Frau, die heulend auf einem Kinderzimmerteppich liegt, beruhigen soll. Niemand steht hier und sagt „Hey, alles wird gut.“ Es ist niemand da.

Rauchen will ich nicht, weil ich aufgehört habe. Ich bemerke, wie ich panisch werde, das zweite Mal im Leben. Das erste Mal war bei der Geburt meiner Tochter. Da kam immerhin was schönes bei raus.

Wahrscheinlich ist es der Einfluss von 5 Staffeln Madmen, dass ich in den Keller wackele, in dem noch die Flaschen von der Hochzeit stehen (10 Jahre her). Und da ich generell überhaupt keinen hochprozentigen Alkohol trinke, sind auch noch einige Flaschen zu. Ich nehme eine Flasche Southern Comfort und gieße mir was in ein Whiskeyglas.

 

Trinke einen Schluck.

Boah, wie eklig, aber warm. So warm.

Und dann trinke ich noch einen Schluck.

Und noch einen.

Und den Rest kippe ich weg.

Ich bringe die Flasche wieder in den Keller.

Ich binde mir meine Punkteschürze um und koche Mittag.

 

Wie es sich gehört, für eine Mutti um 13 Uhr an einem Sonntag.

 

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